Am 20. Januar 2009 fand das Treffen der Bürgermeisterin für Soziales der Stadt Nishnij Nowgorod Tatjana Bespalova und der Teilnehmer des russisch-holländischen Projektes „Give them a chance“ statt. Es ging dabei um Modelle der Arbeitsrehabilitierung von Menschen mit beschränkten Möglichkeiten. Das Treffen fand in Rahmen des Arbeitsbesuches des Projektleiters Robin Van de Pol und des Projektexperten Marcel Joris in Nishnij Nowgorod statt.
Am Anfang des Treffens präsentierte der Projektexperte Herr Marcel Joris kurz das von ihm geleitete Zentrum für Sozialarbeiten in Holland. Dieses Zentrum versorgt 1600 Behinderte und 750 Arbeitslose mit Beschäftigung und gibt Ihnen Möglichkeiten, professionelle Fertigkeiten zu erlangen. Das Zentrum bietet auf kommerzieller Grundlage Leistungen in 15 verschiedenen Bereichen (Fahrradmontage, Gartenbau, Restaurantservice usw.), die mit übrigen Firmen auf dem Dienstleistungsmarkt erfolgreich konkurrieren. Außerdem vermittelt das Zentrum Arbeitsplätze für Menschen mit beschränkten Möglichkeiten. Dabei erhalten die Arbeitgeber bestimmte Zuschüsse vom Staat. Im Zentrum werden Arbeitslose ausgebildet und umgeschult mit der nachfolgenden Arbeitszuweisung.
Frau Bespalova meinte, dass mit der Eröffnung eines Zentrums für Sozialarbeiten in Nishnij Nowgorod sein Umschulungsangebot mit nachfolgender Arbeitsplatzvermittlung in soziale Einrichtungen zu einem wichtigen positiven Schwerpunkt unter den aktuellen Wirtschaftsumständen in der Stadt wird. Zudem wird das Zentrum in dem größten Stadtteil - Avtosavodskij - liegen, wo die Einwohnerzahl fast 300 Tausend Menschen beträgt und viele auf der Suche nach Arbeit sind.
Die Eröffnung des Zentrums ist für den August 2009 geplant. Das werden zwei Institutionen unter einem Dach sein. Im Zentrum für Sozialarbeiten im Stadtteil Avtosavodskij werden die Menschen mit beschränkten Möglichkeiten imstande sein, innerhalb eines Jahres verschiedene Leistungen zu erbringen und damit Geld zu verdienen, parallel werden sie psychologische Rehabilitierung durchmachen, um sich nachher für einen Arbeitsplatz in einer normalen Firma bewerben zu können. Die zweite Institution ist ein sozialer Business-Inkubator, wo 15 behinderte Unternehmer sowie Unternehmer, deren Projekte Arbeitseinstellung von Menschen mit beschränkten Möglichkeiten voraussetzen, werden arbeiten können.